Kindergärten und der vermeintliche Kinderlärm

Wenn Anwohner gegen Kita-Erweiterungen oder Kita-Neubauten protestieren
Rechtsanwalt Holger Klaus

Kitaplätze sind knapp und heiß begehrt und trotzdem kommt es vielerorts immer wieder zu den gleichen Diskussionen:

Wegen angeblicher “Wohnqualität”-Gefährung durch “Kinderlärm” (aka Kinderlachen) und Bringe- und Abholverkehr protestieren Anwohner wieder einmal gegen eine geplante Kita-Erweiterung.

Link zum Artikel.

Urteile zu der Problematik gibt es zuhauf. Meist haben die Anwohner das Nachsehen, da es durch die jüngste Änderung des BImSchG (Bundes-Immisionsschutzgesetzes) durch Einfügen des neuen Absatzes 1a) eigentlich eine recht klare gesetzliche Regelung gibt.

Denn dieser lautet:

“(1a) Geräuscheinwirkungen, die von Kindertageseinrichtungen, Kinderspielplätzen und ähnlichen Einrichtungen wie beispielsweise Ballspielplätzen durch Kinder hervorgerufen werden, sind im Regelfall keine schädliche Umwelteinwirkung. Bei der Beurteilung der Geräuscheinwirkungen dürfen Immissionsgrenz- und -richtwerte nicht herangezogen werden.”

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veröffentlicht von Rechtsanwalt Holger Klaus

VEST Rechtsanwälte LLP | Berlin
Fehrbelliner Str. 50, 10119 Berlin
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Bitte beachten Sie, dass der obige Artikel nicht eine rechtliche Beratung im Einzelfall ersetzen kann. Sollten Sie daher Rat zu einem der oben behandelten Themen benötigen, würden wir uns über Ihre Kontaktaufnahme, gerne auch zunächst per E-Mail, jederzeit freuen.

Rechtsanwalt Holger Klaus ist Autor des Fachbuches:

Rechte und Pflichten in der Kita
Was Kinder dürfen und Erzieher/innen müssen
EUR 19,95


ISBN 978-3-407-62853-4
1. Auflage, 128 Seiten.
Broschiert.

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Bildung ist das zentrale Thema

Rechtsanwälte für Bildungsunternehmer
von Rechtsanwalt Holger Klaus
“Kampfzone Gymnasium” Nein. “Bildung ist das zentrale Thema”? Ja.

Die FAZ schreibt etwas martialisch von der “Kampfzone Gymnasium” und beleuchtet die tatsächlichen und angeblichen Zustände rund um die Elternabende des gymnasialen Alltags.

Sicherlich: Vor dem Hintergrund des Theaterstücks (und Films) „Frau Müller muss weg“ ist das sicherlich aktuell und gefällig zu lesen.

Allerdings macht der Artikel auch ratlos.

Denn zutreffend wird zwar erkannt, dass Bildung das zentrale Thema in der bürgerlichen Mitte ist (und im Übrigen auch sog. bildungsferne Eltern für ihre Kinder hierauf immer mehr Wert legen).

Aber wenn Eltern dieses Interesse auch artikulieren, dann – so scheint es – ist es auch wieder nicht richtig.  

Anders als es der Titel suggeriert, ist das Thema Bildung bzw. die Bildungsansprüche der Eltern natürlich auch nicht auf das Gymnasium beschränkt, ja nicht einmal besonders ausgeprägt, wenn man sich zum Vergleich so manchen Elternabend in Kitas, Grundschule oder die Entwicklungsgespräche mit Erziehern anschaut.

Soll man es das artikulierte Interesse an Bildung und dem Fortkommen der Kinder also unbedingt bedauern oder – wie im Artikel – spöttisch abwerten? Wir haben da Zweifel.

Natürlich: Der Ton macht noch immer die Musik. Aber solange der stimmt, wird man den (Mehr-) Aufwand hinnehmen und auch als Chance begreifen müssen. 

Immer noch besser als lähmendes Desinteresse.    

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