Keine verbindliche Früheinschulung in Berlin mehr

Berlin: Senat gibt die verbindliche Früheinschulung in Berlin auf. 
Rechtsanwalt Holger Klaus

Eltern waren schon lange unzufrieden, der Koalitionspartner am Ende ebenfalls. Also wurde jüngst auf der Klausursitzung des Senats die verbindliche Früheinschulung wieder einkassiert.

Für die Kitas dürfte dies – vorsichtig ausgedrückt – interessant werden. Denn damit ist auch ein gehöriges Stück Planungssicherheit weg.

Zwar gilt die neue Regelung erst für einen späteren Zeitraum. Allerdings ist anzunehmen, dass sich bis dahin auch die Zahl der sogenannten “Rücksteller”-Kinder weiter drastisch erhöhen wird.

Es werden also mehr Kitaplätze und mehr Erzieher allein schon für die Betreuung dieser Rücksteller-Kinder benötigt werden. Jedoch: Woher so schnell nehmen?

Es wird wohl auch zu einer Änderung der Altersstruktur in den Kitas kommen, was letztendlich auch wieder Auswirkungen auf die Finanzierung durch das Kitagutschein-System hat. Denn für ein “älteres” Kind gibt es nun einmal weniger Geld als für ein U3-Krippenkind.

Die GEW in Berlin hat darüber hinaus völlig richtig erkannt, dass mit dem Wegfall der verbindlichen Früheinschulung  auch die Qualitätsfrage von der Grundschule in Richtung Kita verschobenwird. Kitas werden also in Zukunft wohl (noch) mehr Vorschule leisten müssen, soll der Übergang in die Grundschulen nicht mit einer bösen Überraschung enden. Aber auch hierfür wird es Geld, Kitaplätze und geeignete Erzieher brauchen.

Es bleibt somit zu hoffen, dass auch die Kita-Finanzierung bei der Entscheidung schon mitbedacht wurde.

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veröffentlicht von Rechtsanwalt Holger Klaus

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Berlin: Viele Anträge zu Rückstellungen von der Schulpflicht

Die Zahl der Anträge zu Rückstellungen von der Schulpflicht in Berlin ist hoch
Rechtsanwalt Holger Klaus

Der Tagesspiegel meldet aktuell, dass es dieses Jahr in Berlin wohl mehr als 3.300 Anträge von Eltern auf Rückstellung ihres Kindes von der Schulpflicht für ein weiteres Jahr gegeben habe.

Leider teilt der Tagesspiegel aber nicht zugleich mit, wie viele dieser Anträge durch die Behörde auch positiv beschieden wurden. Der Artikel spricht hier nur von Anträgen und nicht von der tatsächlich genehmigten Rückstellung.

Mit einem Antrag allein ist es ja allein noch nicht getan. Im Gegenteil wird es verzweifelten Eltern gerade nicht einfach gemacht, ihr Kind von der Schulpflicht um ein weiteres Jahr zu befreien und hierdurch die frühe Schulpflicht zu umgehen.

Auf der anderen Seite, dass sei nebenbei auch bemerkt, bringen hohe Rücksteller-Zahlen auch die betroffenen Kitas zum Teil in arge Bedrängnis.

Denn mit der zusätzlichen Betreuungsverpflichtung um ein weiteres Jahr bleiben natürlich auch die Kitaplätze besetzt. Zum Beispiel wird hierdurch ein Wechsel von vielen bereits reifen U3-Kindern vom Krippen- oder Nesthäkchenbereich in den Kitabereich oftmals unmöglich.

Die hiervon betroffenen Eltern sind von diesem Ergebnis auch nicht begeistert.

Die Thematik der Früheinschulung in Berlin bleibt damit für alle Seiten schwierig.

 Zum Artikel im Tagesspiegel

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