Kitawechsel immer schwieriger?

Wenn der beabsichtige Wechsel des Kindergarten zu einem Teufelskreis wird…
Rechtsanwalt Holger Klaus

Ein Wechsel der Kita sollte eigentlich problemlos möglich sein. Sollte man meinen. Denn natürlich kann sich etwas in der Betreuungssituation ändern, was Eltern veranlasst, sich einer anderen Kita in der Nähe zuzuwenden.

Womöglich passte es auch von Anfang nicht richtig. Oder das versprochene pädagogische Konzept war dann doch nicht wie ursprünglich erhofft.

Also machen sich die Eltern auf die Suche nach einer anderen Kita und erleben dabei, wie wir im Rahmen unserer Tätigkeit immer öfter erleben müssen, dass plötzlich ganz unerwartete Hürden zu meistern sind.

Denn vereinzelt bitten Kitas vor Zusage eines Kitaplatzes um Vorlage der Kündigung des Betreuungsvertrages beim alten Träger nebst dessen Kündigungsbestätigung zum avisierten Kündigungszeitraum, also dem erhofften Ende des Vertragsverhältnisses.

Auch wird vereinzelt zugleich “zur Absicherung” die Vorlage des Kitagutscheins gefordert. Erst dann könne überhaupt ein neuer Platz zugesagt werden.

Die Vorlage der geforderten Unterlagen gestaltet sich naturgemäß für die betroffenden Eltern mehr als schwierig. Denn meist wollen und – z.B. aufgrund von Arbeitsverpflichtungen, können diese nicht einfach einen sicheren Kitaplatz kündigen ohne im Weiteren eine Anschlussbetreuung für Kind sicher geregelt zu haben.

Eine solche Ungewissheit wird jedoch Eltern abverlangt, wenn zunächst um Vorlage des Kündigungsschreibens gebeten wird. Darüber hinaus ist der alte Kita-Träger nicht ohne weiteres verpflichtet, zeitnah oder überhaupt eine Kündigungsbestätigung auszustellen.

Ein Teufelskreis für viele wechselwillige Eltern in Zeiten des Kitaplatzmangels.

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veröffentlicht von Rechtsanwalt Holger Klaus

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Rechtsanwalt Holger Klaus ist Autor des Fachbuches:

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