Die “Idee” vom Kita-Platz-Sharing

Oder: Aus einem Platz mach einfach zwei?
Rechtsanwalt Holger Klaus

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat eine ganz “bahnbrechende” Idee: Es gäbe, so glaubt man dort zu wissen, ja Eltern die bräuchten nicht einen ganzen Kitaplatz.

Daher könne man doch den einen Kitaplatz im Sinne eines Platzsharing “teilen” und einfach zwei Plätze daraus machen – und schwupps! wären die Kitaplatzsorgen der Kommunen erfolgreich beseitigt.

Dann könnte die Mia vormittags kommen und der Jakob nachmittags oder der Finn nur am Montag und die Lena den Rest der Woche oder umgekehrt. So die Theorie.

Wir sparen uns an dieser Stelle alle Belehrungen zur Berechnung des Betreuungsschlüssels und ebenso jegliche Hinweise wie lebensfremd und unpraktikabel ein solcher Vorschlag ist.

Kinder bzw. Kinderbetreungsangebote sind nun mal keine Autos (vgl. “car-sharing”).

Allerdings verwundert es schon, dass sich die Kommunen offensichtlich lieber in Berechnungsmodellen verlieren als den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz tatsächlich zu realisieren.

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veröffentlicht von Rechtsanwalt Holger Klaus

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Rechtsanwalt Holger Klaus ist Autor des Fachbuches:

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